Dem kühnen Wort
lasst unsere
Taten folgen!

Ein Ritterbund, was ist das?

 

Der Ritterbund ist ein Zusammenschluss von historisch Interessierten, die sich für ihr Rollenspiel das Mittelalter ohne öffentliche Showauftritte ausgewählt haben. Deshalb lassen die Ritter ausgestorbene Rittergeschlechter mit ihren Namen wieder auferstehen. Dadurch erreichen wir, dass alle an der Herdbank als Ritter gleich sind. Wir lösen uns mit dem Durchschreiten des Burgtores vom Alltag, Geschäft und Beruf und schließen jegliche soziale Unterschiede aus. Themen über Religion und Politik sind grundsätzlich ausgeschlossen, um nicht die Harmonie durch feststehende, persönliche Glaubensrichtungen und Einstellungen zu stören.

Die Ritterbünde der Neuzeit bestehen seit über 200 Jahren und haben alle politischen Wandlungen überstanden. Sie unterwerfen sich den Idealen des Hochmittelalters, der Blütezeit der Ritter. Lehrmeyster ist Wolfram von Eschenbach, der uns diese in seinem “Parzival”, der Gralssage um König Artus und seiner Tafelrunde, näherbringt. Das Ziel unseres Ritterbundes ist die Pflege mittelalterlichen Brauchtums und deren Ideale. Sie beinhalten das Eintreten für Freundschaft und Brüderlichkeit, die Förderung des Gemeinsinns, die Hilfsbereitschaft und Wohltätigkeit, die Liebe zur Heimat, die Treue und Standfestigkeit, die Toleranz gegenüber anderen sowie die Pflege der Geselligkeit und des Humors. Sicherlich sind das Ideale, die man wohl nie in Vollkommenheit erreichen kann, aber solchen ritterlichen Idealen gilt es nachzueifern. Denn gerade in unserer heutigen Welt, in der die Würde des Menschen oft in Frage gestellt wird, wo das Streben nach Macht, Geld und Einfluss im Vordergrund zu stehen scheint, bildet der Ritterbund eine Gemeinschaft, die in dem Bemühen nach gegenseitiger Achtung, Sympathie und Zuneigung ihre Aufgabe darin erblickt, den Menschen und Mitbruder in den Mittelpunkt zu stellen.
An die erste Stelle unserer Ideale haben wir die Freundschaft gesetzt. In unserer profitorientierten Gesellschaft ist es so wichtig, einen Menschen zu haben, mit dem man über alles reden kann. Wir müssen sehr viel tun, um einen Freund zu gewinnen, noch mehr jedoch müssen wir leisten, um den Freund zu behalten.
Ein wichtiger Bestandteil unserer Kapitelabende gebürt dem Humor. Er ist in unserer schnelllebigen Gesellschaft immer noch die beste Medizin. Ein Tag, an dem wir nicht gelacht haben, ist ein verlorener Tag.

Wer in die Rittergemeinschaft aufgenommen werden will, wird von einem Sassen in den Kreis der Ritterschaft eingeführt und nimmt als Pilgrim an den Kapiteln teil, ehe er als Knappe aufgenommen wird, sofern die Sassenschaft dem Ersuchen zustimmt. Es wird ihm ein Lehrmeyster zugeteilt; ebenso untersteht er dem Zucht- und Knappenmeyster. Durch diese erfährt er den tieferen Sinn der Symbolik, lernt die ritterlichen Gepflogenheiten und die Sprache. Als Krönung des ritterlichen Werdegangs empfängt er dann den Ritterschlag.

Unsere Idealvorstellung ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Wir wollen eine harmonische Gemeinschaft, in der Geist und Humor gleichermaßen den abendlichen Ablauf bestimmen. Jeder, der sich einen niveauvollen Abend mit Freunden wünscht, ist ein gern gesehener Gast.

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